Yin Yoga - Das schönste Geschenk für Deine Nerven.

Die deutsche Version des Videos, findest du hier.

Besonders in den Momenten, in denen du nicht mehr weißt wohin mit dir und all den To-Do’s, kann Yin Yoga die Herausforderung sein, die deinem Nervensystem, nötige Ruhe verschafft.

Yin als das Gegenstück zu Yang wirkt erfrischend, beruhigend, lösend.

Ich kann mich noch gut an meine erste Yin Yoga Stunde erinnern, in der ich fast wahnsinnig wurde. Den Sinn für einige Minuten in einer Haltung zu verweilen, habe ich nicht verstanden. Ungeduldig, unruhig, manchmal wütend verharrte ich in den Haltungen.

Meine Reise begann..

Ich verletzte mich ab und zu. Oberschenkel, Schulter, Rücken.. Nie wirklich ernst. Aber dennoch. Schon kleine Verletzungen schränkten meine Yoga Praxis ein. Meine Verletzungen veränderten meine Praxis. Sie brachten mir bei, achtsamer mit mir selbst zu sein, meinen Körper zu spüren, in Ruhe und mit Sanftmut. Meine Praxis wurde innerlicher. Ich machte Yin Yoga ohne zu Wissen, dass ich Yin Yoga übe. Ich lies meinen Körper entscheiden, welche Varianten er brauchte. Ich fühlte. Bewegungen wurden weniger wichtig als das eigentliche Spüren. Aus dieser Achtsamkeit entstand Respekt und Geduld mir selbst und meinem Körper gegenüber. Dafür bin ich sehr dankbar.

Heute genieße ich Yin Yoga.
Es gibt mir Balance zu dem sonst schnellen Leben.
Es verhalf mir denn Sinn von Ruhe und Langsamkeit überhaupt zu verstehen und zu zu lassen, und meine Reise von Aufruhr hin zum Zentrieren gut an zu nehmen.

Yin Haltungen machen vor allem das Fasziengewebe elastischer und Gelenke beweglicher. Gelenke lassen sich nicht dehnen, jedoch das Gewebe um die Gelenke herum, wenn auch nur minimal. Dieses Gewebe ist fester als Muskeln, so wird es dem Yin Prinzip zu geschrieben. Wobei Muskeln und Blut eher dem Yang Prinzip zugeordnet werden.

Yin und Yang sind gegensätzlich, jedoch nicht von einander trennbar. Sie sind im ständigen Wandel. Yin wird Yang. Yang wird Yin. Yin kann es ohne Yang nicht geben und Yang nicht ohne Yin.

Wenn Yin kalt ist, Ist Yang warm.
Wenn Yang Tag ist, ist Yin Nacht.
Wenn Yang Sonne ist, ist Yin Mond.

Das eine kann nicht ohne das andere existieren.
Das eine wechselt in das andere.
Wandel von Tag zu Nacht, von warm zu kalt.
So sind beide Qualitäten ständig anwesend.

Manchmal mehr Yin, manchmal mehr Yang. Manchmal beide in harmonischer Balance.

Durchhaltevermögen und Willenskraft werden dem Yang Prinzip zugesprochen. Beides Qualitäten die du brauchst, um Haltungen für einige Minuten zu halten. Das eigentliche Halten wird als Yin Qualität gesehen.

Auch wenn du nicht an Yin und Yang oder Dualitäten glaubst, funktioniert Yin Yoga trotzdem.
Diese Form des Yoga kann dir viel geben:

Es kann dir einen nötigen Ausgleich zu all deinen To-Do’s und vollgepackten Terminkalender geben.
Es kann dich mehr zum Spüren führen.
Es kann deinem Nervensystem nötige Ruhe geben.
Es kann Gelenke und Gewebe gesund und beweglich machen bzw. halten.
Es kann dir die wunderschöne Einzigartigkeit deines Körpers zeigen.

Falls du Yin Yoga übst, übe in 4 Schritten, das macht es noch wirkungsvoller:

Schritt 1: Deine individuelle Form.

Nimm dir Zeit deine Variante in der Haltung zu finden. Bewege Arme, Beine, Oberkörper und Kopf solange, bis du spürst, dass du einfach in dieser Haltung bleiben kannst. Der Körper soll so wenig wie möglich arbeiten um in der Haltung zu bleiben. Erlaube dir, deine Haltung anders aussehen zu lassen, als irgendwelche Bilder die du je gesehen hast. Es geht darum Ungezwungenheit zu SPÜREN!

Schritt 2: Verweilen.

Wenn du deine Haltung gefunden hast, bleibe, atme, spüre.
Auch hier weiterhin ungezwungen. Wenn der Körper bereit ist, die Haltung zu verlassen oder zu verändern, erlaube ihm das.

Schritt 3: Rebound.

Finde so langsam es dir möglich ist, aus der Haltung raus und komme in eine entspannte Position. Womöglich einfach auf dem Rücken liegend. Dann keinerlei Bewegung sondern nur Beobachten wie der Körper das lange Halten wieder ausbalanciert.

Schritt 4: Bewegung.

Erlaube jegliche Bewegung, die sich gut anfühlt, bevor du in die nächste Haltung findest. Knie zur Brust, Kreise mit den Knien, Arme und Beine zur Decke strecken, was immer dein Körper braucht.

Viel Spaß & alles Liebe,
Frauke*